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Alpweide und Bergwald im Schweizerischen Nationalpark bei Zernez

Journal · Natur

Der Schweizerische Nationalpark: Wildnis vor der Haustür

6. Oktober 2025 · aktualisiert September 2026 · 2 Min. Lesezeit · von Chesa Michel

Der einzige Nationalpark der Schweiz liegt im Unterengadin. Alles zu Wanderungen, Tierbeobachtung, Regeln und Anfahrt ab Bever für einen Tagesausflug.

Inhalt · 6 Kapitel

Nationalpark – Fakten

Gegründet
1914 (ältester Nationalpark der Alpen)
Fläche
rund 170 km²
Wanderwege
ca. 100 km markiert
Eingang
Nationalparkzentrum Zernez
Regeln
Auf den Wegen bleiben; Hunde, Feuer & Zelten verboten

Echte Wildnis im Engadin

Der Schweizerische Nationalpark ist der älteste Nationalpark der Alpen und der einzige der Schweiz. Er liegt im Unterengadin, rund um Zernez, und ist von Bever aus gut als Tagesausflug erreichbar. Hier gilt ein strenger Schutz: Die Natur darf sich vollkommen ungestört entwickeln – kein Forst, keine Bewirtschaftung, kein Eingriff. Ein in Europa seltenes Erlebnis, das zeigt, wie sich eine Landschaft über Jahrzehnte selbst überlassen entwickelt.

Bergwiese und Wald im Schweizerischen Nationalpark bei Zernez

Tiere hautnah

Der Park ist ein Paradies für Tierbeobachtung. Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere, Rothirsche und mit etwas Glück Bartgeier oder Steinadler lassen sich beobachten. Nehmen Sie ein Fernglas mit und planen Sie Zeit ein – Geduld wird belohnt, gerade in den frühen Morgen- und Abendstunden. Im Herbst ist die Hirschbrunft ein eindrückliches Naturschauspiel: Das Röhren der Hirsche hallt dann durch die Täler.

Wandern im Park

Ein Netz markierter Wanderwege erschliesst den Park, vom einfachen Talweg bis zur anspruchsvollen Bergtour. Die hochalpinen Lais da Macun, eine Seenplatte über Lavin, gehören zu den eindrücklichsten Zielen, ebenso die Wege rund um Il Fuorn und die Val Trupchun, die als besonders wildreich gilt. Wichtig: Im Nationalpark darf man die markierten Wege nicht verlassen – das gehört zum Schutzkonzept und macht den Park zu dem, was er ist.

Wanderweg durch den Bergwald im Schweizerischen Nationalpark

Die strengen Regeln

Der Schutz steht über allem. Es gilt: auf den Wegen bleiben, nichts mitnehmen, nichts zurücklassen, keine Pflanzen pflücken, kein Feuer, keine Hunde, kein Campieren, nicht abseits übernachten. Lärm vermeiden, um die Tiere nicht zu stören, und Abfall wieder mitnehmen. Diese Regeln mögen streng wirken, doch genau sie ermöglichen das einzigartige Naturerlebnis – seit der Gründung 1914 wird hier konsequent geschützt.

Das Nationalparkzentrum in Zernez

Der ideale Startpunkt ist das Nationalparkzentrum in Zernez mit seiner modernen Ausstellung. Hier erfährt man Wissenswertes über Flora, Fauna und Geschichte des Parks, erhält Karten und Wegempfehlungen und kann den Besuch optimal planen. Auch geführte Exkursionen mit Parkwächtern werden angeboten – eine lohnende Möglichkeit, mehr zu sehen und zu verstehen.

Anfahrt und Vorbereitung

Von Bever fährt man über das Tal nach Zernez, wo der Park beginnt. Hier lohnt sich der Start, um Wege und Tierbeobachtungspunkte zu erfahren. Festes Schuhwerk, Wetterschutz, Verpflegung und Fernglas gehören in den Rucksack. Planen Sie einen ganzen Tag ein und richten Sie sich nach dem Wetter – im Hochgebirge kann es rasch umschlagen. So wird der Ausflug in die Wildnis zum Höhepunkt der Engadin-Ferien. Tagesausflüge ab Bever


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Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Wo liegt der Schweizerische Nationalpark?
Im Unterengadin rund um Zernez, von Bever aus in etwa einer halben bis dreiviertel Stunde mit dem Auto erreichbar.
Sind Hunde im Nationalpark erlaubt?
Nein. Hunde sind zum Schutz der Wildtiere verboten, ebenso das Verlassen der markierten Wege, Feuer, Campieren und das Pflücken von Pflanzen.
Was kann man im Park beobachten?
Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere, Rothirsche und mit Glück Bartgeier und Steinadler. Im Herbst beeindruckt die Hirschbrunft.
Muss man auf den Wegen bleiben?
Ja. Im Nationalpark gilt strikte Wegpflicht – das ist zentral für den Schutz der ungestörten Natur.
Wie bereitet man den Besuch vor?
Am besten im Nationalparkzentrum in Zernez starten: Dort gibt es Karten, Wegempfehlungen und Tipps zu Beobachtungspunkten. Festes Schuhwerk und Fernglas mitnehmen.
Wie gross ist der Schweizerische Nationalpark?
Rund 170 km² mit etwa 100 km markierten Wanderwegen. 1914 gegründet, ist er der älteste Nationalpark der Alpen.
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Chesa Michel · Bever

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