Direkt vor der Tür der Chesa Michel liegt eines der grössten Bahnerlebnisse der Welt: Die Rhätische Bahn verbindet Bever nicht nur bequem mit allen Nachbarorten, sie ist mit ihrer Albula- und Berninalinie zugleich UNESCO-Welterbe und ein technisches Meisterwerk. Seit 2008 zählt die Strecke zum Welterbe – als Zeugnis dafür, wie Mensch und Landschaft im Hochgebirge zusammenwirken.
Bernina Express – Fakten
- Strecke
- Chur–Tirano, ca. 144 km
- Fahrzeit
- ca. 4–4,5 Stunden
- Höchster Punkt
- Ospizio Bernina, 2253 m ü. M.
- Kunstbauten
- 196 Brücken, 55 Tunnel, bis 70 ‰ – ohne Zahnrad
- UNESCO-Welterbe
- Albula/Bernina seit 2008
- Ab Bever
- Bahnhof an der Albulalinie, Anschluss via Samedan/Pontresina
Von Gletschern zu Palmen
Eine Fahrt mit dem legendären Bernina Express führt von der Engadiner Hochebene über das Bernina-Massiv bis hinunter ins italienische Veltlin nach Tirano. Vorbei am türkis schimmernden Lago Bianco, am leuchtenden Morteratschgletscher und über das berühmte Kreisviadukt von Brusio überwindet die Bahn ganz ohne Zahnrad gewaltige Höhenunterschiede – zwischen Gletschern und Palmen. Auf wenigen Stunden erlebt man einen Klimawechsel, für den man sonst Hunderte Kilometer zurücklegen müsste.

Die Albulalinie
Auch die nahe Albulalinie ist ein Erlebnis: Mit ihren kühnen Viadukten, dem berühmten Landwasserviadukt und zahlreichen Kehrtunneln zählt sie zu den schönsten Gebirgsbahnen der Welt. Von Bever oder dem nahen Spinas aus lassen sich herrliche Tagesausflüge unternehmen – etwa nach Bergün ins Bahnmuseum Albula, das die Geschichte der Strecke lebendig erzählt.

Mehr als eine Zugfahrt
Ob als gemütliches Schlechtwetterprogramm oder als bewusst gewähltes Highlight: Eine Bahnfahrt durch diese Kulturlandschaft ist Genuss und Staunen zugleich – und für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis. Von Bever aus ist man schnell auf der Strecke und kehrt abends in die Ruhe des Dorfes zurück.
Gut zu wissen für die Fahrt
Wer im Panoramawagen des Bernina Express reisen möchte, reserviert am besten frühzeitig – gerade in der Hochsaison sind die Züge beliebt. Genauso schön und flexibler ist die Fahrt mit den regulären Regionalzügen der Rhätischen Bahn: Sie bedienen dieselbe Strecke, kosten weniger und erlauben Zwischenhalte, etwa am Alp Grüm (2091 m) oder an der Diavolezza. Mit Halbtax oder passendem Streckenticket wird der Ausflug zudem deutlich günstiger.
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