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Bernina Express in der Montebello-Kurve vor dem Morteratschgletscher

Journal · Sommer

Mit dem Bernina Express durchs UNESCO-Welterbe

20. Juli 2025 · aktualisiert September 2026 · 2 Min. Lesezeit · von Chesa Michel

Von Gletschern bis zu Palmen – eine der spektakulärsten Bahnstrecken der Welt beginnt quasi vor Ihrer Tür.

Inhalt · 4 Kapitel

Direkt vor der Tür der Chesa Michel liegt eines der grössten Bahnerlebnisse der Welt: Die Rhätische Bahn verbindet Bever nicht nur bequem mit allen Nachbarorten, sie ist mit ihrer Albula- und Berninalinie zugleich UNESCO-Welterbe und ein technisches Meisterwerk. Seit 2008 zählt die Strecke zum Welterbe – als Zeugnis dafür, wie Mensch und Landschaft im Hochgebirge zusammenwirken.

Bernina Express – Fakten

Strecke
Chur–Tirano, ca. 144 km
Fahrzeit
ca. 4–4,5 Stunden
Höchster Punkt
Ospizio Bernina, 2253 m ü. M.
Kunstbauten
196 Brücken, 55 Tunnel, bis 70 ‰ – ohne Zahnrad
UNESCO-Welterbe
Albula/Bernina seit 2008
Ab Bever
Bahnhof an der Albulalinie, Anschluss via Samedan/Pontresina

Von Gletschern zu Palmen

Eine Fahrt mit dem legendären Bernina Express führt von der Engadiner Hochebene über das Bernina-Massiv bis hinunter ins italienische Veltlin nach Tirano. Vorbei am türkis schimmernden Lago Bianco, am leuchtenden Morteratschgletscher und über das berühmte Kreisviadukt von Brusio überwindet die Bahn ganz ohne Zahnrad gewaltige Höhenunterschiede – zwischen Gletschern und Palmen. Auf wenigen Stunden erlebt man einen Klimawechsel, für den man sonst Hunderte Kilometer zurücklegen müsste.

Bernina Express am türkisen Lago Bianco auf der Passhöhe Ospizio Bernina

Die Albulalinie

Auch die nahe Albulalinie ist ein Erlebnis: Mit ihren kühnen Viadukten, dem berühmten Landwasserviadukt und zahlreichen Kehrtunneln zählt sie zu den schönsten Gebirgsbahnen der Welt. Von Bever oder dem nahen Spinas aus lassen sich herrliche Tagesausflüge unternehmen – etwa nach Bergün ins Bahnmuseum Albula, das die Geschichte der Strecke lebendig erzählt.

Roter Zug der Rhätischen Bahn an einem alpinen Berghang

Mehr als eine Zugfahrt

Ob als gemütliches Schlechtwetterprogramm oder als bewusst gewähltes Highlight: Eine Bahnfahrt durch diese Kulturlandschaft ist Genuss und Staunen zugleich – und für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis. Von Bever aus ist man schnell auf der Strecke und kehrt abends in die Ruhe des Dorfes zurück.

Gut zu wissen für die Fahrt

Wer im Panoramawagen des Bernina Express reisen möchte, reserviert am besten frühzeitig – gerade in der Hochsaison sind die Züge beliebt. Genauso schön und flexibler ist die Fahrt mit den regulären Regionalzügen der Rhätischen Bahn: Sie bedienen dieselbe Strecke, kosten weniger und erlauben Zwischenhalte, etwa am Alp Grüm (2091 m) oder an der Diavolezza. Mit Halbtax oder passendem Streckenticket wird der Ausflug zudem deutlich günstiger.


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Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Gehört die Strecke zum UNESCO-Welterbe?
Ja. Die Albula- und die Berninalinie der Rhätischen Bahn sind seit 2008 als «Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina» UNESCO-Welterbe.
Wo startet man ab Bever?
Bever hat einen eigenen Bahnhof an der Albula-Linie. Von hier sind Anschlüsse Richtung Bernina-Linie und zum Bernina Express bequem erreichbar, meist über Samedan oder Pontresina/Tirano.
Was ist das Besondere an der Berninalinie?
Sie überwindet ohne Zahnrad gewaltige Höhenunterschiede – vorbei am Lago Bianco, am Morteratschgletscher und über das Kreisviadukt von Brusio – zwischen Gletschern und Palmen.
Lohnt sich die Fahrt auch bei schlechtem Wetter?
Ja. Warm und trocken im Panoramawagen ist die Strecke auch bei Regen spektakulär – und im sonnigen Poschiavo oder Tirano lässt sich das Wetter manchmal sogar hinter sich lassen.
Wie lange dauert die Fahrt mit dem Bernina Express?
Die Gesamtstrecke Chur–Tirano dauert rund 4 bis 4,5 Stunden. Ab Bever startet man bequem über Samedan oder Pontresina auf die Berninalinie.
Wie hoch ist der höchste Punkt der Strecke?
Der höchste Punkt ist das Ospizio Bernina auf 2253 m ü. M. – die Bahn überwindet die Höhen ganz ohne Zahnrad.
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Chesa Michel · Bever

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